Tja, nun habe ich doch geschlampt, was das Tagebuch angeht. Die letzten zwei Wochen habe ich hauptsächlich damit verbracht mich für meine Kurse vorzubereiten.
Fürs Studium: Also, zuerst muss ich sagen, dass es hier deutlich aufwändiger ist, als in Deutschland. Ich habe zwei Linguistik Kurse, ESL Mentorship (ein begleitender Kurs für unsere Lehrtätigkeit) sowie Masters Research. Für jeden dieser Kurse, die übrigens zwei Mal in der Woche für 1.5 Stunden unterrichtet werden, gibt es von Treffen zu Treffen ungefähr 50 Seiten zu lesen. Das heisst im Klartext: Von Montag auf Mittwoch muss ich ca. 200 Seiten lesen und von Mittwoch auf Montag noch mal 200 Seiten. Klasse. Die werden auch immer abgefragt. Was bedeutet: Clever aussehen reicht hier nicht. Ach ja, für meinen eigenen Unterricht muss ich mich ja auch noch nebenbei vorbereiten. Super.
Mein Unterricht: Ich unterrichte College Composition. Dieser Kurs ist ein Pflichtkurs für alle Freshmen (Studenten im ersten Jahr ihrer undergraduate studies). Er besteht aus einem Creative Writing Teil (da bin ich ja der Fachmann für) und einem akademischen Teil. Im akademischen Teil wird ein Research Paper geschrieben, in dem die Studenten eigene Nachforschungen anstellen sollen. Beide Teile (Creative und Research) werden drei Mal gedraftet, d.h. es werden drei Fassungen angefertigt, von denen die letzte benotet wird.
Meine Erfahrungen hier waren überwiegend positiver Natur, hier und da gibt es mal etwas Unverständnis von meiner Seite, da der Lifestyle der Amerikaner doch gewöhnungsbedürftig ist. Dies wird aber durch die netten Bekanntschaften wieder wettgemacht.
Wenn ihr hier auf die Karte links klickt, könnt ihr euch etwas über meine Lieblingsplätze informieren.
Zur Uni brauche ich ungefähr 5-6 Minuten. Zur Franklin Park Mall ungefähr 15 Minuten. Mit dem Rad natürlich.

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